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19.12.2009 - von Micha

Greenpeace-Chef ruft zu zivilem Ungehorsam im Klimakampf auf

Kopenhagen/Hamburg (ddp). Der Chef von Greenpeace International, Kumi Naidoo, ruft angesichts des gescheiterten Klimagipfels von Kopenhagen zu zivilem Ungehorsam auf.
Kopenhagen sei ein Weckruf für die Zivilgesellschaft, dass der politische Druck allein nicht ausreiche, sagte Naidoo am Samstag dem Nachrichtenportal «Spiegel Online». Man müsse «neue Formen des friedlichen zivilen Ungehorsams» finden. «Und wenn wir dadurch die Gefängnisse füllen», fügte der Chef der Umweltschutzorganisation hinzu. Naidoo äußerte sich «tief enttäuscht» über das Ergebnis der Weltklimakonferenz.

«Ich wollte nicht zu Weihnachten nach Hause fahren und meiner Tochter in die Augen schauen und sagen, dass wir für ihre Zukunft gekämpft und verloren haben.» Was er wirklich fühle, sei Furcht. «Wir verlieren doch schon jetzt Menschenleben wegen des Klimawandels», mahnte Naidoo. Das Plenum des Klimagipfels hatte zuvor dem Kompromissvorschlag zu einer gemeinsamen Absichtserklärung seine Zustimmung verweigert und diesen lediglich zur Kenntnis genommen. Der Vorschlag für ein «Kopenhagener Abkommen» war am Freitagabend in einer kleinen Runde von Schlüsselstaaten ausgehandelt worden und hatte bereits lediglich als Minimalkompromiss gegolten.

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